Bei hohen, aber gut verträglichen Temperaturen und wenig Wind zischten knapp 100 Starter um kurz nach 18h zum 60km Rundenflitzen am Slovakiaring. Nachdem Robert Zehetgruber seine müden Knochen im Urlaub aufbaut, war ich der einzige Vertreter unseres Klubs.
Die erste Runde wurde mit einem Höllentempo absolviert, der Tacho zeigte überwiegend 50+! Aber man kennt das ja. In weiterer Folge blieb das Tempo zwar hoch, aber gut verträglich. Da sehr gleichmäßig gefahren wurde und der Wind schwach war, gab es keine Gefahr abzureissen und ich machte es mir im hinteren Teil bequem. Locker mitrollen mit 42 km/h, sich aus allen Positionskämpfen heraushalten und Kraft für das Finale sammeln. So meine Devise. 2 Runden vor Schluss marschierte ich dann in das erste Drittel des Feldes. Mit einer wunderbaren Ausgangsposition für das, wie immer, hektische Finale. Am letzten Hügel, ca. 1.000m vor dem Ziel, gelangte ich in eine nahezu perfekte Position und konnte mich an das Hinterrad eines starken Ausreißers setzen. Das Feld langgestreckt hinter mir. In Position 2 liegend bogen wir auf die Zielgerade, knappe 400m, ein. Bereit, jederzeit aus dem Sattel zu gehen, lauerte ich hinter meinem unfreiwilligen Anfahrer. Doch dann…..ließ er einfach die Beine hängen. Explodiert! Rechts und links schossen jetzt die Leute vorbei! Ich wollte keinen Sturz riskieren und war daher an das ausrollende Hinterrad gefesselt.
Die 60km wurden in 82 Minuten absolviert, was einen beachtlichen Schnitt von 43,1 km/h ergibt.
Platzierung: AK 16 bzw. Gesamt 50
Fazit: Alles riskiert. Nix gewonnen. Aber wer es nie probiert, hat eigentlich auch verloren.
Und einen Versuch auf das Podium zu stürmen gib es im August ja noch J!
