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Harzbergtrophy

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von Roman Fetty

Ein wunderschönes Race - Weekend liegt hinter mir und eigentlich komm ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus.Kein Vergleich zum Weltuntergangswetter des Vorjahres. Sauris begrüßt uns mit blauem Himmel, saftig grünen Almwiesen und schroffen grauen Gipfeln.

Sonntag 0900: wir stehen im Startfeld und warten, dieses Mal hören wir auch viele österreichische Dialekte, es wird gegrüßt, Handshake hier und da. Und da bewegt sich das Feld auch schon hinaus aus Sauris, zuerst mal einen Asphaltanstieg nach Sauris die sopra (Obersauris) und da ich ganz hinten gestartet bin versuch ich gleich mal Plätze gutzumachen, nach 3km Serpentinen gehts auch schon rein in eine steile Forststraße die nach kurzer Zeit auch gleich in eine betonierte Rampe mit 38% Steigung weitergeht, da das Feld noch ziemlich dicht ist bleibt nur eins, absteigen und schieben. Danach folgen c. 5km mit abwechselnden Forststraßen, Singletrails, Furten. Und stetig gehts bergauf, als es aus dem Wald rausgeht hat man eine wunderbare Aussicht auf die Alm vor uns, aber leider auch den Trail, der rauf auf knapp 1800m geht, und auch auf das mittlerweile schon weit auseinander gezogene Feld. Teilweise ist der Trail so ruppig oder steil, das ich nur mit dem ersten Gang und Puls 185 raufkomme, wer einen Augenblick unkonzentriert ist muß absteigen. Nach 18km ist einmal der erste Anstieg geschafft, 1100hm sind in einem Stück gefahren worden. Nicht schlecht, aber jetzt folgt die Abfahrt auf grob gerölligem Downhills. Auch hier ist äußerste Konzentration und Technik gefordert, im Ziel erfahre ich das es meinem Reisegefährten hier schwer auflegt, Prellungen, Abschürfungen und ein abgeschlagener Vorderzahn sind die Folge.

Danach gehts über einen kurzen (c. 500hm) Asphaltanstieg rauf, am höchsten Punkt ist eine Labestelle, Gels, Iso, Kekse, Dörrpflaumen, Powerbar Riegel soviel man will. Und dann gehts über einen Singletrail über eine Alm, die dann in einen extrem steilen (c. 45%) Wiesendownhill und dann Wurzeltrail mündet. Teilweise muß ich mit dem Brustkorb am Sattel liegend fahren damit ich nicht übers Vorderrad absteigen muß. Am Ende dieses Downhill kommt man nach Obrsauris und hier wissen die Streckenposten anscheinend nicht, wo links und rechts ist, erwische aber doch die richtige Richtung. Vor mir liegt der letzte lange Anstieg, zwar auf Asphalt serpentinen, dafür aber umso länger. es geht wieder auf c. 1800m rauf und irgendwie kann ich meinen runden Tritt bei Puls 175 halten, Oben ist wieder eine Labe, auch hier gels soviel man will, powerbar, zwetschken usw. Nach der Labe wieder weg von der Straße, wieder ein augewaschener Singletrail, der so tief in den Hang geschnitten ist daß ich mit den Pedalen links und rechts streife. Dann noch einmal eine sehr steile Abfahrt, feuchte Längswurzeln wechseln mit groben Geröll ab. Weiter unten wird s dann flacher und breiter, dafür fordern einem große Steinbrocken und scharfkantiges Geröll alle Kraft ab. Dann endlich, der letzte Anstieg, und runterschalten heißt es, denn wieder klettert die Steigungsanzeige meines HACs auf über 30%. Wie ich nach Sauris reinkomme steht endlich das Schild, 1km a partenza, und es geht immer noch bergauf, Sauris hat leider eine Bergankunft. Noch einmal versuche ich alles zu geben und hole den vor mir fahrenden noch gut 20m vorm Ziel ein, GESCHAFFT!!! mit 4:03 bin ich 60ster sowie 9er in meiner Wertung.

Diesen Marathon kann ich nur jedem empfehlen, eine Strecke wie diese bin ich in Österreich noch nicht gefahren, die hochalpine Kulisse, der brutal zu fahrende Kurs, der italiensiche Charme und Freundlichkeit und die perfekte Organisation lassen für mich nur eines in Frage kommen: 2006 wird die Extrem Distance gefahren, denn hier sind mir 61km/ 2500hm zu wenig :)

 

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