Flo und ich waren am Sonntag beim Vulkanland RM am Start. Während es für Florian nach überstandenem Pfeifferschen Drüsenfieber der Einstieg in höhere sportliche Klassen war, wollte ich auf "Resultat" fahren. Ich denke mit etwa 5 Minuten Rückstand auf den Sieger ist das auch halbwegs gelungen.
Die Wettervorhersage versprach uns für den Südosten Österreichs prächtiges Sportwetter! Wir ließen uns also vom zackigen Streckenprofil nicht abschrecken und begaben uns daher zeitig in der Früh nach Feldbach. Das Veranstaltungszentrum war der Ausgangspunkt des Radmarathons. Ausreichende Parkplätze vor Ort sowie eine zügige Abfertigung bei der Startnummernausgabe ließen den Tag schon gut beginnen.
Florian und ich tüftelten dann hinsichtlich der Übersetzung. Uns kamen ja richtige "Horrorgeschichten" zu Ohren. Schotterpisten. Schlaglöcher. 20% Anstiege. Nur rauf und runter ginge es. Naja. Wir inspizierten auch die Übersetzungen der Mitstreiter und hörten uns einfach um. Ich entschied mich daher für 39x25 als "Rettungsring" und ließ das 27-er Wagenrad im Auto.
Nach kurzem Einradeln stellten wir uns 15 Minuten vor dem Start auf und konnten gleich die dritte Reihe ergattern. Wie erfreulich! Nach mahnenden Worten der Organisatoren erfolgte der Startschuss und auf unserer 62km Runde mit knapp 800HM setzten sich fast 190 Starter in Bewegung.
Das Feld wurde neutralisiert bis zum Riegersburger Tor geführt, danach kamen 2 flache Kilometer zum warm fahren und gleich der erste und längste Anstieg. Ich konnte recht weit vorne in den Anstieg hineinfahren, musste aber im letzten Drittel bei Puls 182 die Hauptgruppe fahren lassen. Das Feld wurde gut sortiert und ich befand mich in einer etwa 25 Mann großen Gruppe.
Wir stürzten uns dann in die Abfahrt um kurz darauf vor der Riegersburg rechts in die nächste Steigung abzubiegen. Die nächsten Kletterpartien waren überschaubar. Etwa 1.500m lang. Jedoch "knackig" mit bis zu 13%. Aber die konnte ich mit Kraft gut drücken. Ich merkte den Respekt im Feld, die Steigungen wurden nun gleichmäßiger gefahren und ich konnte mich in den ersten fünf Positionen halten.
An der dritten Steigung sahen wir die erste Gruppe, etwa 1 Minute vor uns. Danach folgte ein längeres Flachstück mit Gegenwind nach Straden. Leider verbummelten wir uns und das erste Feld entschwand unseren Augen.
In Straden erhielten wir namhafte Begleitung. Hans Lienhart, nach wir vor prächtig in Form, pushte uns den meiner Meinung nach schwierigsten Anstieg hinauf nach Straden. Hier musste ich mein 25-er Ritzel verschleißen. Die ersten Leute aus der Gruppe bröckelten ab.
Weiter in der großen Gruppe jagten wir nun mit Rückenwind Richtung Norden. Der permanente Druck auf das Pedal war enorm. Weitere Fahrer konnten das Tempo nicht mehr halten. Immer leicht bergan zum letzten Anstieg, der jedoch einer der kürzeren war und sich nur mäßig steil zeigte. Danach ging es nur mehr knapp 6km bergab ins Ziel.
Nun folgten die bekannten "Spielchen". Etwa 3km vor dem Ziel versuchte ich mich vom Feld zu lösen, allerdings ging bei Tempo 51 leider niemand mit. Daher wieder Feld geschlossen. Nach einer kurvenreichen Ortsdurchfahrt von Feldbach gelangten wir zur 1.000m Marke. Dort setzte ich mich an 3. Position fest und folgte dem Hinterrad eines nach vor schießenden Kollegen.
Wir konnten uns ein wenig absetzen und zum finalen Sprint ansetzen. Diesen hätte ich mit Leichtigkeit gewonnen, wäre nicht das Vorausmotorrad auf meine Linie gezogen. Somit "nur" Rang zwei in dieser 14 Mann starken Gruppe.
Zum Ausradeln kam ich Florian entgegen und begleitete ihn dann ins Ziel. Florian´s Ziel war eine Zeit unter 2:30, was auch gelang. Nach einer relativ langen Trainingspause ist ihm ein guter Neustart gelungen.
Fazit: Ein wunderbarer Marathon! Die Anstiege sind überschaubar (kurz), wenngleich relativ steil. Die Abfahrten wurden sehr überlegt absolviert. Lobenswert die Absicherungen. Tafeln machten auf gefährlichere Abschnitte aufmerksam. Die Straßen waren grundsätzlich in Ordnung, wenngleich es den einen oder anderen Abschnitt mit schlechtem Belag gab. Generell sehr wenig Verkehr - und die wenigen Verkehrsteilnehmer nahmen auch noch viel Rücksicht auf uns Radler.
Wunderbar auch das Radleressen danach. Herrliche Getränkemischungen aus der Region. Und zum Essen konnte man zwischen einem Riesen Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat und einer steirischen Nudelspezialität wählen (90% griffen zum Schnitzel....). Eine Live Band sorgte für gute Stimmung im Ziel. Ein wirklich wunderschöner Radmarathon!
Ergebnisse:
| Name | Klassenrang | Gesamtrang | Zeit |
| Georg Ebner | 12. M3 | 24. Ges. | 1:49:43,02 |
| Florian Ebner | 12. M1 | 112. Ges. | 2:19:34,04 |
