Bericht von Georg Ebner
Was macht ein Radsportler am heißesten Tag des Jahres? Ein Rennen fahren, eh klar! So am 08.08. in Wien.
Trotz tropischer Temperaturen wurde das Kriterium am CYCLODROM durchgeführt. Einzige Erleichterung: 39 statt 42 Runden. Wie gnädig! Gleich in der ersten Runde konnte ich mich weit vorne im Feld platzieren. Kurz vor der Wertungslinie ging das Feld breit auseinander und ich befand mich plötzlich in der ersten Reihe.
Dann ein Klaps auf meinen Po! Nein, nicht von Jennifer Aniston, sondern von Karl Langegger! Ich wußte den Klaps richtig zu deuten, erhöhte meine Körperspannung und als Karl torpedomäßig loszog, heftete ich mich an sein Hinterrad. Hinter uns ein riesige Traube weiterer Fahrer, die jedoch angesichts des mörderischen Tempos einer nach dem anderen abrissen. So konnte ich als Zweiter über die Wertungslinie fahren und einen Punkt sammeln.
Leider waren wir zu k.o. und unentschlossen, den herausgefahrenen Vorsprung zu nutzen und gleich nocheinmal zu punkten. Die Luft war extrem stickig und ich zog mich in den Schutz des Pelotons zurück.
Etwa 15 Runden vor Schluß ging eine 9 Mann Gruppe vorne weg. Da diese die Punkte unter sich ausmachten, beruhigte sich die Situation im Hauptfeld. Die Positionen waren fixiert. Zum Teil rollten wir mit nur 32 km/h dahin. Als jedoch gegen Ende des Rennens eine Überrundung drohte, schlossen sich die Fahrer mit Punkten zusammen, taten das Notwendigste und konnten die Überrundung und damit ein Minus von 20 Punkten verhindern. Mit meinem Punkt erreichte ich final den 15. Rang und damit ein respektables Ergebnis.
