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Harzbergtrophy

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Bericht: Georg Ebner

An einem heißen Samstagnachmittag (17.08.) stellten sich Robert Zehetgruber sowie Florian und Georg Ebner dem Saisonhighlight, dem „berüchtigten" und extrem schwer zu fahrenden Kriterium in Deutschkreutz.

Schlüsselstellen sind die 90Grad Kurve nach rasanter Abfahrt sowie der 5%-ige Anstieg zum Ziel hin. Die Distanz von 20km wurde mit 4 Sprintwertungen gespickt, damit es den Fahrern nicht allzu langweilig wird. Wir kamen alle drei gut vom Start weg und platzierten uns im vorderen Teil des noch geschlossenen Pelotons. Der Fahrer Einödmaier versuchte mit einer unkonventionellen Fahrweise Unruhe in das Feld zu bringen. Jedoch war hier mehr Schein als Sein und ihm ging bei den Steigungen regelmäßig die Puste aus. Jedoch wurde er wenigstens vom Sprecher des Rennens mehrfach erwähnt.

Dann die erste Sprintwertung. Der Antritt erfolgte halbwegs zeitig und ich konnte an vierter Stelle liegend in die Steigung gehen. Mit einer überirdischen Kraftanstrengung schoss ich wie eine Rakete gegen das Ziel und konnte um Reifenbreite noch den zweiten Platz für mich gewinnen. Robert konnte den Speed nicht ganz in den Anstieg nehmen und platzierte sich als Fünfter – leider keine Punkte. Florian, mit einem gesundheitlichen Handikap am Start, verlor den Anschluss. Mein Puls hämmerte mit 192 Schlägen durch den Körper und ich war froh, dass wir die kleine Lücke nicht für eine weitere Attacke nutzten.

Das Feld rollte zusammen und nach 4 gemächlicheren Runden die nächste Wertungsrunde. In dieser konnte der Fahrer LANG mit einer völlig überraschenden Attacke den überlegenen späteren Sieger bezwingen. Auch ich war überrumpelt und konnte als Vierter nur einen Punkt auf mein Konto buchen. Robert lag mit im Feld, verfehlte aber leider wieder knapp einen Punktegewinn. Nun lagen einige Fahrer Kopf an Kopf in der Punktewertung. Nach neuerlichen vier Durchschnaufer Runden die vorletzte Wertungsrunde.

Robert attackierte, in der Hoffnung dass ich sein Hinterrad halten könnte, kurz nach Start/Ziel, raste die Abfahrt hinunter und beschleunigte enorm durch die nächste Kurve. Da konnte niemand folgen. Ein Loch ging auf. Dieses wurde vom späteren Sieger zugefahren. Einödmaier konnte hier nicht einmal das Hinterrad halten. In der vorletzten Kurve zog ich innen an ihm vorbei, Robert konnte leider nicht durchziehen. Am Hinterrad von Hannes punktete ich als Zweiter.

Jetzt schaute die Lage schon viel rosiger für mich aus! In der letzten Wertungsrunde dann eine Aktion vom Feinsten. Wieder attackierte Robert nach Start und Ziel. Diesmal schaffte ich den Sprung an sein Hinterrad. Er zog mich die Abfahrt hinunter hinein in die halsbrecherische Kurve und die folgende leicht ansteigende Gerade. Ein kleines Loch ging auf! Doch Hannes fuhr es zu, Robert musste dem hohen Tempo Tribut zollen und sich in der vorletzten Kurve dem Laktat geschlagen geben. Jedoch brachte mich Robert in eine wunderbare Ausgangslage und ich konnte wieder am Hinterrad des Siegers den Anstieg zum Ziel hinaufklettern und als Zweiter punkten.

Damit war mein zweiter Gesamtrang sicher und auch noch mehr als komfortabel abgesichert. Ein mehr als erfolgreicher Tag. Neben der Podestplatzierung zeichnete sich Robert durch seine aktive und mannschaftsdienliche Fahrweise aus, schön, dass er sich auch noch im Haupfteld halten konnte. Florian gelang trotz noch abzuklärender Beeinträchtigung die beste Platzierung unter den Überrundeten.

 

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