Berichte von Georg Ebner!
Weltradsportwoche Hartberg – Kriterium am 15.08.2014 mit Georg Ebner und Robert Zehetgruber
Bei idealem Sportlerwetter pilgerten Robert samt Family und ich nach Hartberg, um das nette Kriterium im Rahmen der Weltradsportwoche zu bereichern.
Auf Grund der bescheidenen Teilnehmerzahlen mussten wir „Oldies" uns gemeinsam mit den Jungen in einem Bewerb bewähren. Neben uns gleich ein junger Nachwuchsfahrer aus Russland im Dress des Sky-Profis Siutso! Nach dem Startzeichen legte Robert gleich ein mörderisches Tempo vor. Ganz klar, er wollte dem Sturzrisiko zu Beginn aus dem Wege gehen und trat die Flucht nach vorne an. Weil ich schlecht ins Pedal kam, musste ich schon früh meinen Puls in den roten Bereich drehen, um nicht abzureissen. In der ersten Wertungsrunde konnte ich mich dann aber im Feld nach vor kämpfen und nachdem in der vorletzten Kurve so gebummelt wurde, legte ich die Kette gleich mal satt nach rechts und zog durch. Leider setze sich das Feld gleich an mein Hinterrad. Aber jetzt gab es kein zurück mehr und ich kurbelte was das Zeug hergab. Man glaubt gar nicht wie lange 100m werden können! Ganz knapp verlor ich noch den zweiten Platz in der Wertung, hamsterte aber immerhin zwei Punkte ein. In weiterer Folge setzte sich eine 4 Mann Gruppe vom Feld ab. Robert´s Sohn hielt mich aber auf dem laufenden, so wusste ich, dass nur junge Fahrer in der Gruppe waren und für mich keine Gefahr bestand. So konnte es ruhig weitergehen. Doch dann wurde das Tempo wieder angezogen, was Robert mit seinen wenigen Trainingskilometern zum Verhängnis wurde, sodass er mit einigen anderen Fahrern den Anschluss verlor. Bis auf einen Ausreisser, den späteren überlegenen Sieger, war das Feld wieder geschlossen. Nun kam es auf die letzte Wertung an. Ich setzte mich an das Hinterrad eines begnadeten Bahnfahrers – dass dieser leider keine Kurven fahren kann, musste ich später erkennen. In der vorletzten Kurve machte er Tempo, wurde allerdings von 3 Fahrern überholt. Ich behauptete meine Position 5. Mit viel Schwung wollte ich in die letzte Kurve gehen – doch der Bahnfahrer vermurkste alles. Dennoch attackierte ich voll und konnte wenigstens noch eine Position gutmachen. Leider ohne Punkte. Wie ich später anhand der Ergebnisliste erkennen konnte, war ein Punktegewinn für meinen zweiten Platz nicht notwendig. Es reichte die gute Schlußplatzierung. Von dem zweiten Platz war ich aber mehr als überrascht.
Platzierungen: Georg 2 und Robert 12
Burgenländische Radsporttage – Kriterium am 16.08.2014 von und mit Georg Ebner
Gemäß dem Motto „the trend is your friend" wollte ich nach dem erfolgreichen Vortag in Hartberg mein Heimrennen bestreiten – und nach vielen Anläufen und Top 3 Platzierungen endlich gewinnen. Ein neuer Kurs in Horitschon kam mir sehr entgegen. Zum Ziel hin 200m mit 3% ansteigend, danach weitere 200m bis zur Linkskurve mit rasanter Abfahrt. Nach einer gründlichen Vorbereitung starteten wir pünktlich bei mäßigem Westwind. Die ersten 3 Runden verliefen ereignislos. Angesichts des schwierigen Kurses wollten sich alle auf die Sprints konzentrieren. Ein Fressen für mich! Eingangs der ersten Wertungsrunde attackierte der schlußendlich Zweitplatzierte. Ich setzte nach und sofort entstand ein großes Loch! In der nächsten Linkskurve baute der junge Mann aber sein Rad an den Randstein und verabschiedete sich in die Botanik. Da das Loch zu den Verfolgern riesig war, gab ich Gas und fuhr bequem in Oberlenkerhaltung meine ersten 5 Punkte ein. Ich ließ mich wieder einholen und dann bemühte sich der junge Kollege, der wieder Anschluss gefunden hatte, um eine neuerliche Attacke. Außer mir konnte wieder niemand mitfahren. Wir kamen gemeinsam zum Zielsprint, den ich leicht gewinnen konnte. Ähnlich verlief auch die dritte Wertung. Zwei Wertungen vor Schluss lag ich uneinholbar in Führung. Daher ließ ich einen punktelosen LMB Athleten wegfahren. Dieser holte sich die vorletzte Wertung, während ich Zweiter wurde. Leider hörte ich es dann hinter mir auch schon „krachen". Als wir wieder zum Ziel kamen, wurden wir abgewunken. Das Rettungsauto blockierte die Straße. Der Fahrer hatte sich versteuert und verhakte sich in der Absperrung. Er stürzte schwer (Zahn abgesplittert, Mittelhandknochenbruch, Abschürfungen), sein Rad schleuderte in die Fahrbahnmitte und brachte zwei weitere Fahrer zu Boden. Diese kamen jedoch glimpflich davon. Meine Freude über den überlegenen Sieg war jedoch ungetrübt und wurde mit einer sehr netten Siegerehrung, hübschen Mädels und feinen Preisen komplettiert.
