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Harzbergtrophy

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In der letzten August Woche fanden in Ljubljana die Amateur Road World Championships statt. Das ist das Finale der „UCI World Cycling Tour" (http://www.uciworldcyclingtour.com/) Rennserie, auf der ganzen Welt durchgeführt wird, bei der es sich zu qualifizieren galt.

In Österreich war dies der Radmarathon in St.Pölten. Hier erreichte ich in der M55-59 den 6. Von 12 Qualifikationsplätzen. Da hier kein eigenes Zeitfahren stattfand, war ich implizit auch für das EZF qualifiziert.

Anreise, Briefing und Streckenbesichtigung des EZF am Mittwoch. Das EZF fand am Do.28.8. statt. Das Startintervall war 30Sec, Reihenfolge Älterster zum Jüngsten. Der Kurs war eine flache Wendestrecke mit einer Länge von 18,6Km. Meine Startzeit war um 12:08, also keine Hektik in der Startvorbereitung. Beim Briefing wurden wieder neue Maße für den max. Lenkerabstand von der Tretlagermitte verkündet. Das waren jetzt 80cm statt bisher 75cm. Ich hatte eigens mein Triathlonrad auf UCI-Konformität getrimmt. Lenker um 5cm versetzt und der Pre-Check war OK. Hatte also keine Bedenken bei der UCI-Abnahme vor dem Start. Das Rennen war unspektakulär, kam relativ schnell auf gute 152Puls. Schnitt zuerst knapp über 40kmh ging aber dann doch etwas unter die 40er Marke. Am Ende waren es 39,5Kmh, die 2. Hälfte um 10Sec. Schneller. Im Grunde entsprach das Endergebnis 27. von 31 in der M55-59 meinem Leistungsniveau und war damit zufrieden. Die Oberschenkelmuskulatur spürte ich noch die ganze Nacht ;-).

Für das Straßenrennen am So.31.8. waren meine Erwartungen, auf Grund der Platzierung bei der Quali, im Mittelfeld zu landen. Bauchweh hatte ich betreffend des Wetters, 60% Regenwahrscheinlichkeit. Wichtig für mich war einmal ein trockener Start. Nichts ist öder als 1/2Std im Regen am Start zu stehen. Dieser Wunsch wurde schon mal erfüllt. Beim Start erwartete ich ein Wegpreschen wie bei den Marathons, aber nein. Der Start wurde aus Sicherheitsgründen nicht neutralisiert, sondern gleich freigegeben. Es erfolgte je Altersklasse ein Blockstart. Das Feld wurde vorne und hinten mit Motorrädern und neutralem Materialwagen begleitet. Das Tempo war locker, richtig zum Warmfahren :-). Beim Ersten Anstieg von ca. 4Km war aber für mich Schluß mit lustig. Ich viel aus der Gruppe raus, bekam fast Panik, jetzt schon nach 40Km. Das Rennen ist 156Km lang. Mein Ziel war es eigentlich im Feld bis zum 2. Anstieg, ähnlich Jauerling, zu kommen. Die anderen sind den Anstieg hinauf gestiefelt als gäbe es hier keine Steigung. Ich fuhr in meinem Tempo weiter. Oben angelangt konnte ich wieder auf dem Flachstück etwas Gas geben und holte einen weiteren abgehängten Fahrer ein. Zuerst musste ich alleine die Führungsarbeit bei der Aufholjagd zum Feld machen. Anscheinen hat er sich dann erholt, sah dass wir dem Feld näher kamen und steckte auch die Nase in den Wind. Bald waren wir wieder im Feld. Erleichterung machte sich breit. Die Straßen waren total gesperrt und so war auch bei den Abfahrten kein Gedränge und kritische Situationen. Wir glaubten auch einige Fahrer der vor uns startenden Gruppe auf. Einer davon Josef Grabner der auf dem Flachstück den Anschluß verlor aber bergauf mir wieder davon fuhr, ihn aber bei der Abfahrt wieder einholte. Auf dem letzten 7Km langen Anstieg fächerte sich das Feld auf und ich war mitten drinnen. Ich wusste von oben geht es dann 70Km bergab bis ins Ziel. Leider fand ich oben nur einen Fahrer meiner Altersklasse, wir teilten uns die Arbeit und war eigentlich Streß frei. Die aufgeglaubten Fahrer der niedrigeren Altersklassen profitierten davon, konnten uns aber nicht wirklich unterstützen. Für uns war wichtig, dass aus unserer AK niemand aufschließen konnte. Einige Km vorm Ziel war ich wieder vorne und mein Mitstreiter überraschte mich bei der „Flamme Rouge" und ich konnte nur mehr nachfahren. Ich wurde, in der M55-59, 59. von 84 Startern, gesamt 666. v. 749 Startern.

Resümee: Es war ein tolles Rennen, bin mit dem Ergebnis auch zufrieden. Da gibt es nix zu rütteln. Ich hoffe dass ich die aufgezeigten Schwächen am Berg, besonders am ersten Anstig beheben kann. Das deckt sich auch mit den div. Marathons wo ich im ersten Drittel immer Probleme, gegen über in der Mitte bzw. Schluß hatte. Krämpfe waren nur leicht, vermutlich deshalb, da es die letzten 70Km bergab ging bzw. nicht extrem auf Druck gefahren wurde.

Im Gesamten war es eine super Veranstaltung, gut organisiert, mit total gesperrten Straßen, mit toller Eröffnungszeremonie. Im Vergleich zur Profi Straßen WM 2006 in Salzburg, bei der ich als Volunteer tätig war, ist mir hier nichts abgegangen.

 

Siehe auch http://uwct-en.franja.org/

 

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