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Harzbergtrophy

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Mit gemischten Gefühlen hatte ich mich zu einer Teilnahme der großen 70km Runde am Velothon entschlossen. Wie würde sich die fehlende Zeitmessung und das Klassement auf einen Vollblutrennfahrer auswirken?

Der Start erfolgte zu halbwegs christlicher Zeit um 9 Uhr – und das bei prächtigem Wetter. Die Stimmung am Start könnte schon besser sein, es war sehr ruhig. Kein Vergleich zum Vienna Night Run beispielsweise. Ich buchte einen Startplatz in Sektor C, also recht weit vorne. Das war kein Fehler. Pünktlich klickten wir in die Pedale und vom Ring ging es gemütlich und neutralisiert Richtung Westen. Trotz der insgesamt über 2.000 Starter gab es in meinem Bereich keinerlei Probleme. Das Feld war sogar recht aufgelockert. Hindernisse wurden rechtzeitig gemeldet. Und die kreischenden Carbonfelgen kündigten eine bevorstehende Temporeduktion an. In Mauerbach erfolgte dann die Freigabe und bald danach die Trennung von kurzer und langer Strecke. Beim Anstieg auf den Passauerhof taten sich bereits riesige Lücken auf. Obwohl es keine Zeitnehmung gab, wurde doch sportlich gefahren. Wunderbar war dann die Abfahrt ins Tullner Becken, denn die Straße war komplett gesperrt! Danach ging es flach in einer größeren Gruppe zum Anstieg Dopplerhütte. Dort gab es über STRAVA eine Zeitmessung und die aufgefädelten Radlermassen am Anstieg boten ein imposantes Bild. Ich fand einen perfekten Schrittmacher, der mich wie ein Magnet anzog und wir überholten viele Fahrer. Die logistisch nicht ganz passend platzierte Labestelle in einer Senke ließen wir rechts liegen, erklommen noch den Steinriegel und rasten dann nach Weidlingbach hinunter. Und schon ging es in den Schlußanstieg auf den Kahlenberg. Hier gab es wieder eine Zeitmessung. Viele Fahrer schoben das Rad! So steil ist der Anstieg nun auch wieder nicht. Ich teilte mir die Kräfte für diesen 4,4km langen und bis zu 13% steilen Anstieg auf Kopfsteinpflaster gut ein, fand einige Mitstreiter und so pushten wir uns dann ins Ziel.

Auf Grund des fehlenden Klassementdrucks gab es eine sehr entspannte Atmosphäre. Die beiden Anstiege konnte man konzentriert und zügig fahren – oder auch nicht. Die Absicherung der Strecke war mustergültig, an jeder Ausfahrt ein Posten! Die Strecke war auch landschaftlich sehr schön und bei sportlicher Fahrweise sicherlich auch nicht zu leicht (900 Höhenmeter). Lediglich der Preis von € 13,90 für ein Foto vom Profi wirkt doch ein bißchen abschreckend. Insgesamt aber eine sehr gelungene Veranstaltung!