Bei anfangs kaltem und nebeligen Herbstwetter wärmten sich mehr als 100 genannte Sportler gut auf. Kurz nach 10h setzte sich der Tross neutralisiert in Bewegung. Trotz der grünen Flagge radelten wir relativ gemütlich nach Hochrotherd, der selektivsten Passage auf dem Rundkurs.
Mir gelang es mit der Spitzengruppe bis zum steilsten Stück des Anstiegs mitzufahren, dann musste ich aber reissen lassen. In der sich dann gebildeten zweiten Gruppe sausten wir sehr locker zu Start und Ziel. So locker, dass auch wenig bergfeste Fahrer aufschließen konnte. Die zweite Runde wurde wieder sehr gemütlich gefahren. An der Steigung in Hochrotherd zählte ich jedoch zu den stärkeren Leuten. In der letzten Runde wurde es mir dann wirklich zu bunt. Zuerst attackierte ich in der Steigung Hochrotherd und wir konnten uns zu viert absetzen. In der Abfahrt entstanden dann aber zwei Gruppen. Ein Duo vorne weg und ein Trio mit mir. Im Trio arbeiteten aber nur zwei und so schlossen nachkommende Fahrer auf, was das Tempo weiter nach unten drückte. Das Duo baute seinen Vorsprung aus. Darüber ärgerte ich mich wirklich sehr und daher nutzte ich in Sulz eine kurze aber knackige Steigung nach 90 Grad Kurve um mit gefühlten 3.000 Watt die Kurbenl zu verbiegen. Ich kam natürlich weg. Lediglich ein Fahrer konnte, wie gehofft, aufschließen. Da wir beide Führungsarbeit leisteten, erreichten wir das vor uns liegende Duo. Jedoch wollten diese beiden wiederum nicht mitarbeiten. Zum aus der Haut fahren! Am Fußer des Anstiegs Dornbacher Höhe dann wieder Feld mehr oder weniger geschlossen. Ich hielt das Tempo jedoch hoch und auf den finalen schweren 2.000m bewegte ich mich ausschließlich in den Top 5 Positionen. So gelang es mir dann aus der großen Gruppe heraus den dritten Platz zu belegen. Eine wunderbare Veranstaltung! Warum die wunderbare Veranstaltung von unserem Team nicht angenommen wird, ist mir rätselhaft. Über mehr blau-weisse Trikots hätte ich mich sehr gefreut.
Platzierung AK: 14 von 38
