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Harzbergtrophy

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Vorab: es war mein geilstes Rennen des Jahres. Aber von vorne.

Von meiner Firma gefragt, ob wir nicht ein Team für den Stiegl -Firmencup im Rahmen des „Giro de Vienna" aufstellen können, machte ich mich daran 4 Fahrer für das Haas Team zu finden.

Was auch gelang und wir trafen uns um 6:30 Uhr auf der Floridsdorfer Brücke, montierten die Chips und fuhren mit dem Rad zum Start vor dem Praterstation. Leider war noch alles nass, doch das Wetter versprach Besserung. Wir standen sehr weit vorne (ca. Platz 20), was kein Nachteil war.

Um Punkt 8:30 Uhr starteten wir zum Media Fondo (60 km) am Ring entlang, hinaus über die Reichsbrücke (=höchste Erhebung), Süßenbrunn, eine Runde im Marchfeld und zurück über Stadlau zum Praterstadion, wo sich das Ziel befand.

Das Rennen war in Wien neutralisiert, wobei die 25km/h nur am Ring gefahren wurde, ab dem Praterstern ging's mit 35-38 km/h dahin. Anfangs war ich etwas skeptisch dem „langen neutralen Fahren", doch es war ein gutes „Warmfahren", weil man ja eh so lang am Start gestanden ist.

Bei dem Kreisverkehr nach Süßenbrunn ging es dann los. Und wie. Sofort wurden Attacken gefahren. Es konnte ein Einzelfahrer wegfahren, dann 8 Mann und dann unser Feld. Wir schafften es zu zweit zu den 8 Mann aufzuschließen und schossen so durchs Marchfeld mit 45-50km/h. Wir waren uns einig beim belgischen Kreisel und es dauerte nicht lange, da hatten wir den ersten in Sichtkontakt, ließen Ihn aber dort „verhungern". Nach der Wende schlossen wir dann bei Gegenwind locker zum Führenden auf. Leider war dann das Tempo raus und wir wurden vom Feld eingeholt, wo ich auch meine Teamkollegen wieder traf. Kurz vor der Stadtgrenze Wien wurde es dann wieder schnell. Die engen Kurven waren alle mit Holzplanken und Gitter abgesperrt (so eine Absperrung wie bei diesem Rennen hab ich noch nie gesehen!!!!), aber die Straße teilweise noch nass. Wir versuchten immer in den Top 15 zu bleiben. Bei einer langen Verkehrsinsel in Donaustadt konnten sich dann 3 Fahrer absetzen, die wir nicht mehr einholten. Kurz vor der Reichsbrücke, man glaubt ja gar nicht wie „steil und lang" die sein kann, teilte sich dann das große Feld nach einem Crash. Am Handelskai wurde nochmals das Tempo gesteigert und ich bog in guter Position in die Zielgerade, wo ich meinen Sprint durchziehen konnte.

Eine supertolle Veranstaltung, super Absperrung, Freibier. Einzig die Siegerehrung war zum Vergessen: keine AK- und keine Firmensiegerehrung......Schwach.....

AK 2., Gesamt 7., Firmenwertung 1. Schnitt inkl. neutraler Phase 38 km/h.