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Harzbergtrophy

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Nachdem ich ja zu Beginn der Saison für die Top Six Serie eine Saisonkarte gekauft habe war ich auch für die Mediumdistanz der Kitzalpbike angemeldet, da dieses Rennen auch zu dieser Serie zählt.

Es stand aber eigentlich für mich damals fest - an dem Rennen werde ich nicht teilnehmen, da die Anreise zu weit und der Rennbeginn zu zeitig in der Früh ist.

In den letzten Wochen überkam mich aber immer wieder der Gedanke, was wäre, wenn ich vielleicht doch.......ganz schnell mal den Kalender gecheckt, ob nicht eine Anreise schon am Freitag möglich wäre - nein, private Verpflichtung.....also, es wird doch nichts.

Nun aber war die Woche vor besagtem Rennen angebrochen und das Rennfieber wurde irgendwie immer intensiver....also, am Freitag mal doch sicherheitshalber die Pferde gesattelt (Auto eingeräumt und Radträger montiert) und den Wecker für Samstag morgen 02:00 Uhr gestellt.

Der Wecker tat brav seinen Dienst...ich aufstehen - jetzt? - am Wochenende: niemals!...rübergedreht....

Blick auf den Wecker - 02:45 Uhr, ach was soll's - ich will dabei sein. Raus aus dem Bett, Duschen, kurzes Frühstück, ab ins Auto - Abfahrt: 03:15 Uhr

Ca 4 Stunden Fahrzeit - Rennstart ist um 8 Uhr - Hoffentlich geht sich das aus...

Der Vorteil beim Reisen mit dem Auto um diese Uhrzeit: auf den Straßen ist so gut wie nichts los und es lässt sich unbeschwert dahin fahren; nicht mal ein weidendes Reh ca. ein Meter neben der Fahrbahn noch ein unverhofftes Fotoshooting nahe Salzburg konnten diese Unbeschwertheit stören.

Ankunft am Fuße der Fleckalmbahn: 06:45 Uhr.

Startnummer geholt - umgezogen - etwas einfahren - ein paar bekannte Gesichter getroffen - auf zur Startaufstellung.

Kurz vor acht Uhr dann ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend: der Anstieg zur Choralpe waren gleich mal 1.000 Höhenmeter - und ich habe ersatzweise nur ein 36er Kettenblatt auf der Einfachschaltung montiert - ob das gutgehen würde mit der Kraft?

Nach dem Start ging es zuerst ca. sieben Kilometer eben auf Asphalt dahin, bis dann der Anstieg zur Choralpe kam: ca. 10 Kilometer - rund 1.000 Höhenmeter.

Übrigens: das Wetter! Perfekt zum Biken: angenehme Temperaturen, bewölkt und so gut wie kein Wind.

Die Sorge wegen der Übersetzung löste sich überwiegend in Wohlgefallen auf - die Beine waren gut und ich konnte die Steigung auf der Schotterstraße rauf auf die Choralpe sehr gut bewältigen; nur das letzte Wiesenstück war zu steil und ich musste schieben.

Am Wegesrand wurden wir immer wieder von den Zusehern angefeuert - oben auf der Choralpe gab der Platzsprecher gerade durch, dass die Bergbahnen am Vormittag ca. 800 Leutebefördert haben - wohl auch den einen oder anderen normalen Wanderer - aber die Menge an Leuten und die Stimmung gerade oben auf der Choralpe war doch beeindruckend.

Nach dem langen Anstieg ging es zuerst auf Fortstrassen bergab. Kurz vor einer Kehre wunderte ich mich noch, warum die Streckenposten so vehement auf langsames Fahren hinwiesen - bei der Kurveneinfahrt sah ich das Unheil: ein Kollege muss schwer gestürzt sein und lag bereits von der Bergrettung versorgt bereit zur Seilbergung mit dem Hubschrauber; während ich die Serpentinen weiter runter fuhr, kam der ÖAMTC Christophorus Hubschrauber auch schon im Tiefflug angerauscht und transportierte den Verletzten ab - bei der darauf folgenden Einfahrt in den Singletrail hörte ich von einem Streckenposten auch die Verletzung: Oberschenkelbruch! An dieser Stelle gute Besserung an den unbekannten Kollegen - auf das Du bald wieder glückliche Momente am Bike erleben darfst!

Dies sowie die Steilheit bei der Einfahrt in den Singletrail nahm ich zum Anlass, mal kurz vom Rad abzusteigen und ein paar Tiefenmeter zu schieben; der Rest vom Singletrail war gut und schön zu fahren - "flowig" wie der Kenner es zu nennen mag.

Kurz vor dem Ziel gab es dann noch mal kurz einen etwas knackigeren Anstieg und ein paar schöne Waldwegepassagen - und nach 36 Kilometer und 1.300 Höhenmeter war das Ziel erreicht.

Die Labestation im Ziel spielte alle Stückerl: Getränke, Obst, Brot - Wurst - Käse sowie Kuchen.

Nach kurzer Stärkung und einer Waschung für Bike und Fahrer ging es dann wieder heimwärts.

Zeit und Platzierung will ich nicht vorenthalten: mit 2:46.42,8 erreichte ich den 47. Klassenrang sowie den 157. Gesamtrang

Alles in allem hat sich die weite Reise ausgezahlt; es war ein hervorragendes Rennen bei gutem Wetter und beeindruckendem Panorama wo mich meine eigene Leistung voll Zufrieden stellte.