user_mobilelogo

Harzbergtrophy

Sponsoren

Trotz der großen Hitze fuhr ich auch dieses Jahr ins schöne Waldviertel. Leider war es dort auch nicht viel kühler als im Großraum Wien. Beim Start war ich dann doch ein wenig unsicher, ob ich mir wirklich die lange 100km Strecke antun sollte.

Aber ich fühlte mich stark und pünktlich starteten wir aus der kühlen Lagerhalle der Zwettler Brauerei. Die ersten zwei Wellen konnte ich noch ganz gut mitgehen, musste die Burschen dann aber bei der dritten Welle ziehen lassen. Bald formierte sich eine 20 Mann starke Truppe, die zügig dahinrollte. Zwar gab es immer wieder die eine oder andere (völlig sinnlose) Attacke, wir blieben aber zusammen. Bei KM 60 „zwickte" es dann das erste Mal. Ein Krampf im rechten Oberschenkel. Den konnte ich noch „übergehen". Ich achtete auf das Trinken und einen lockeren Tritt. Doch dann, leider, 14 km vor dem Ziel und dem letzten Anstieg (ca 2.000m mit zum Teil 12%) war der Ofen aus. Nun verkrampften beide Oberschenkel und ich musste vom Rad. Ich war völlig deprimiert und dachte schon mit dem Schlusswagen ins Ziel fahren zu müssen. Doch durch anständiges Dehnen konnte ich dann nach etwa 10 Minuten wieder aufs Rad steigen und locker den Berg hinauf radeln. Bei der letzten Labestation am höchsten Punkt tankte ich noch fest Elektrolyte und drückte dann mächtig aufs Pedal. Da holte ich noch einige Fahrer ein. Doch 200m vor dem Ziel war es dann endgültig vorbei. Ich spürte wieder die Krämpfe und machte noch einen kräftigen Tritt. Der reichte dann, um mit Rückenwind über die Linie zu rollen. Trotz der „Pause" erreichte ich mit einem Schnitt von 32,2km/h noch den AK-Rang 26. Im Vergleich mit der kurzen (76km) Strecke hätte der Schnitt für eine Top 6 Platzierung gereicht. Nach den Strapazen erholten wir uns wieder in der kühlen Lagerhalle der Brauerei bei vorzüglichem Gerstensaft und kohlehydratreicher Kost. Sowohl Strecke als auch Organisation waren wieder perfekt wie gewohnt und daher freue ich mich schon auf eine „Revanche" im nächsten Jahr.

 

  • 01