Vorbereitung:
Nach dem 2. Rang im Vorjahr, hinter Christian Sailer - "Arbö Kollar Stattersdorf Team" war für mich das Ziel heuer Christian zu schlagen. Als der Austragungsort der ÖM bekannt gemacht wurde, schaute ich sofort in die Ergebnisliste des letzten Jahres und stellte fest, dass hier Christian die Nase vorne hatte.
Ort: Start/Ziel: Neusiedl/Pernitz (Alpenstadion)
Website: www.radclub-pernitz.at
Der Kurs verläuft im Stadion mit einem Anstieg hinter die Tribühne und anschließender Hangschrägfahrt, welche meist sehr weich und tief ist. Auch gibt es eine Sanddurchfahrt und eine Schnecke, die man zuerst hinein und dann die andere Richtung wieder hinaus fährt. Das ist Christians Terrain, wobei ich seine Vorteile nur in der Hangschrägfahrt orte. Die Wiese wäre meine Chance, hier kann ich etwas schneller beschleunigen. Trotzdem wird das eine harte Nuß, die es zu knacken gilt. Christian ist zwar von einem Trainingssturz, im Herbst, noch etwas gehandicapt, aber mental sehr stark und kann beißen. Ich zähle auf meine Ausdauer, welche bei 40Min zwar nicht so zum Tragen kommt wie bei 60Min, aber wer weiß.
Weiters kündigten sich bei den vergangenen Rennen auch noch andere Fahrer an, welche meist vor mir lagen. Dazu zählen Wilfried Luger - RC ARBÖ Wels Felbermayr, Peter Goluszka - Arbö Wienenergie Röhsler und Wolfgang Treitler - RC Schnecke ASVÖ Wien. Somit wäre das Podest schon besetzt. Wolfgang Treitler wäre in Reichweite, wenn ich mit der Strecke besser zurechtkomme.
Da die Startaufstellung nach der momentanen Platzierung im "ÖRV Roadbiker.at Querfeldeincup" vorgenommen wird, und ich einige Rennen auslassen musste, so war im November der Gedanke an den Start bei den "EM der Master im Querfeldein", in der Slovakei, zu starten, um dort Auslandspunkte einzufahren. Der Plan ging auf und wurde mit 18Punkten belohnt.
Das am 6.1. stattfindende 3KöniXcroSs, in St.Pölten, ließ ich wegen einer leichten Verkühlung aus, um mich zu schonen.
Das Rennen:
Der Start der Masters war für Sa.9.1. 14:31Uhr angestzt. Der Boden war leicht angetaut, an vielen Stellen dadurch sehr rutschig, die Hangschrägfahrt nicht allzu tief. Christian war bei der Startaufstellung neben mir. Beim Start fiel ich hinter ihm zurück. So konnte ich ihn beobachten und versuchte eben dran zu bleiben.

Foto: (c) Andreas Oberleitner
die Masters unter sich ;-) : Peter Goluszka, Manfred Oberleitner, Christian Sailer

Foto: (c) Andreas Oberleitner
Wolfgang Treitler, Wilfried Raimund, Manfred Oberleitner, Christian Sailer

Foto: (c) Gerhard Pober
Hillclimb
Mein familiärer Fanclub, mit Kuhglocken ausgerüstet peitschten mir Runde um Runde nach vorne. Einmal musste ich in einer Kurve auf dem Sportplatz zu Boden. Ich war aber wieder schnell auf dem Rad. Die ständigen Ansagen der Platzierung motivierten mich noch mehr.
Wolfgang Treitler musste auch einige Bodenproben nehmen, dies aber in der Hangschrägfahrt, und verlor dadurch einige Sekunden, bzw. ich gewann diese. Ich bin hinter Christian Sailer zurückgefallen, aber immer in Schlagdistanz. Nun musste er wegen technischer Probleme das Rad wechseln und konnte an ihm so vorbei fahren.

Foto: (c) Ernst Teubenbacher
Am Hügel rutschte ich aus und Christian konnte wieder die Position zurückerobern.

Foto: (c) Ernst Teubenbacher
Hangschrägfahrt - Christian vor mir

Foto: (c) Ernst Teubenbacher

Foto: (c) Ernst Teubenbacher
Auf dem anschließenden flachen Wiesenstück, konnte ich dann Christian wieder zurück überholen und mich von ihm absetzen. Jetzt auf Rang 3 liegend versuchte ich den Vorsprung auszubauen, was mir auch gelang.

Foto: (c) Ernst Teubenbacher
Als 3. der Master III im Ziel - HAPPY HAPPY HAPPY

Foto: (c) Andreas Oberleitner

Foto: (c) Ernst Teubenbacher

Sonntag 10.1.
Am Sonntag fanden die ÖStM der Frauen, Elite/U23 u. Amateure statt. Hier siegte
Elite: Alexander Gehbauer vor KH Gollinger und Daniel Federspiel
U23: Felix Ritzinger, Marvin Hammerschmid, Dominik Hager
Frauen: Nadja Heigl, Lisa Pasteiner u. Birgit Braumann
Für die Masters gab es ein Trainingsrennen, wo es noch Punkte für den Cup zu sammeln gab.
So belegte ich in der Cup-Gesamtwertung mit 68Punkten, als bester M III Fahrer, den 45.Rang
http://www.radsportverband.at/images/Cups_Rankings/Quer/2015-16/160111QuerCup15-16Maenner.pdf
So, die Gatschsaison ist vorbei, ich freue mich auf das Training auf der Bahn unter Laborbedingungen ;-). Ich denke es hat mir viel.
