Am 28.07. startete ich in die Rennserie am Cyclodrom. Das war doch deutlich später als in der Vergangenheit, verursacht durch diverse Terminkollisionen. Die meisten Mitstreiter konnten schon auf 5 absolvierte Bewerbe verweisen.
Dementsprechend defensiv legte ich meine Taktik an. Ich verkrümmelte mich im Feld und versuchte einfach nur mitzukommen. Schon nach wenigen Runden musste der ehemalige Top Fahrer Andi Mitterlehner dem höllischen Tempo Tribut zollen und abreissen lassen. Schön langsam fand ich meinen Rhythmus und Platz im Feld. Punktelos startete ich die letzte Runde, wurde aber 200m vor dem Ziel etwas blockiert, sodass mein Finish nicht richtig zur Geltung kam.
Wenige Tage später, am 02.08., stellte ich mich erneut am Abend der Rundenhatz. Nur wenige Leute am Start. Das tut meistens richtig weh. Und ich sollte mich nicht täuschen. Wieder legten wir wie wild los. Und wieder mussten einige Fahrer erkennen, dass sie für das Tempo einfach zu schwach sind. Ich gehörte Gott sei Dank nicht dazu. Allerdings musste ich meine ganze Energie und Routine aufbringen, um vom Feld nicht ausgespuckt zu werden. Immer wieder entstanden Lücken, die trotz ihrer Geringfügigkeit ohne beherztes Schließen gefährlich hätten werden können. Gegen Ende des Rennens drittelte sich das Peloton sogar kurzfristig. Das kann schon mal blöd ausgehen. Letztendlich aber wurde alles gut und ich konnte den Bewerb, völlig erschöpft und glücklich punktelos, im Feld beenden.
