Neutralisiert ging es die ersten Kilometer dahin. Nach der Freigabe des Rennens schraubte man das Tempo gleich mächtig hoch. Die Nora Fahrer kontrollierten souverän das Feld. Bei KM 25 dann die entscheidende Trennung.
Ein welliges Stück im Wind und schon gingen die Lücken auf wie bei kariesgeplagten Patienten. Eine 15 Mann Gruppe bewegte sich mit Florian hügelaufwärts, während ich in einer Splittergruppe gefangen war. Das Tempo war nicht sonderlich hoch. So entschloss ich mich zu einer grandiosen Attacke und konnte mit letzter Kraft zur ersten Gruppe auffahren. Zum Glück ging es nun längere Zeit bergab, sodass ich wieder etwas Atem schöpfen und den Puls in vernünftige Bereiche treiben konnte.
Gemeinsam mit Flo war ich nun in der 15 Mann Spitzengruppe. Das Tempo blieb weiter hoch. Die drei NORA Fahrer ließen nichts anbrennen. Es folgte ein ewiges Auf und Ab. Der leichte Wind machte nicht wirklich große Probleme. Bei KM 56 dann der einzige längere Anstieg. Ich schätze 1000m mit 5-6%. Eigentlich nicht wirklich schwer. Aber es wurde mit brutalem Tempo hineingefahren. Flo setzte eine Attacke. Und schon war ich mit 2 anderen Fahrern ganz am Ende des Feldes. Als ich schon dachte es geschafft zu haben, kam noch eine Welle. Diese versetzte mir einen psychischen Knacks. Ich ließ die Beine hängen und war abgehängt.
Vorne ging nun die Post ab. Die letzten 20km de facto Flach ins Ziel. Flo kam mit dem Hauptfeld in Gmünd an, riskierte im verrückten Finish vernünftigerweise nichts und kam als hervorragender Elfter ins Ziel. Ich selbst bewältigte die letzten 20km in Paarzeitfahrmanier mit einem Kollegen aus Tschechien. Und konnten uns mit heldenhaftem Einsatz die nach uns kommende größere Gruppe vom Leib halten.
Platzierung: Florian 11 (Schnitt 38,4 km/h!) ; Georg 14 (Schnitt immer noch 37,1 km/h)
